Aufbrechen ins Licht

Aufbrechen ins Licht: Der Pilgerweg von Świnoujście nach Osnabrück im frühen Frühjahr
Wer sich am 14. März mit uns auf dem Jakobsweg Via Baltica aufbricht, beginnt eine Reise, die mit jedem Schritt heller wird. Der Winter liegt noch wie ein leiser Schatten über der Landschaft, doch überall zeigt sich das erste Erwachen des Jahres. Dieser Weg führt durch stille Küstenräume, weite Felder, alte Hansestädte, Wälder im zarten Grün und schließlich in die sanften Hügel des Osnabrücker Landes. Er ist ein Weg für Menschen, die das Werden des Frühlings nicht nur sehen, sondern mit jedem Atemzug erleben möchten.
Für diese Pilgerreise stehen aktuell noch vier Plätze zur Verfügung.
Pilgerunterkünfte, Abendessen und Frühstück sind für alle Teilnehmenden bereits organisiert, sodass jede und jeder sich ganz auf das Gehen, die Begegnungen und die Landschaft konzentrieren kann.
1. Ostseeweite und Küstenlicht
Die ersten Tage führen entlang der Ostsee, wo das Licht im März besonders klar ist. Die Strände sind leer, die Luft frisch, und die Dünen tragen das erste helle Grün. In den Kaiserbädern Ahlbeck und Heringsdorf begegnet man einer Stille, die einlädt, innerlich anzukommen. Das Meer begleitet die Schritte wie ein ruhiger Atem.

2. Usedomer Seen und Wälder im Erwachen
Hinter den Seebädern öffnet sich das stille Hinterland: Seen, Moore, lichte Wälder. Die Erlenbrüche duften nach feuchtem Holz, und über den Feldern rufen die zurückkehrenden Kraniche. Es ist eine Landschaft, die im frühen Jahr besonders verletzlich und zugleich voller Kraft wirkt.

3. Weite Felder und große Himmel
Zwischen Anklam, Gützkow und Greifswald wird die Landschaft weit und offen. Die Felder beginnen gerade erst zu knospen, und die Dörfer mit ihren alten Backsteinkirchen stehen klar im Frühlingslicht. Lerchen steigen auf, und der Himmel scheint größer als anderswo.

4. Boddennähe und Backsteinfarben
Der Weg führt weiter durch stille Alleen, vorbei an Klöstern und alten Hansestädten. Die Weidenkätzchen leuchten silbrig, und die Boddennähe schenkt ein weiches, fast milchiges Licht. Es ist ein Abschnitt voller Ruhe und Geschichte.

5. Küstenwälder und Hansefarben
Zwischen Rostock, Bad Doberan und Wismar begleiten lichte Buchenwälder den Weg. Im März wirken sie wie Kathedralen aus hellem Holz. Die Ostsee ist immer wieder spürbar – im Wind, im Geruch, im Licht. Wismar empfängt mit warmem Backsteinrot, das im frühen Jahr besonders leuchtet.

6. Das stille Seenland
Rund um Lübeck, Ratzeburg und Mölln öffnet sich eine Landschaft aus Wasser, Inseln und Wäldern. Die Seen tragen noch die Kühle des Winters, doch das Licht wird weicher. Die Wälder sind durchsichtig, und die Wege führen durch eine Welt, die gerade erst zu atmen beginnt.

7. Die Elbe im frühen Jahr
Ab Lauenburg folgt der Weg der Elbe. Die Deiche beginnen zu grünen, die Schafe kehren zurück, und die Marschlandschaft wirkt weit und friedlich. Die Elbe trägt eine stille Majestät, die im März besonders spürbar ist.

8. Übergang ins Alte Land
Hinter Hamburg öffnet sich das Alte Land mit seinen Obstfeldern, Gräben und Höfen. Die Bäume stehen noch kahl, doch die Knospen sind prall und rosa. Es ist eine Landschaft voller Verheißung – ein Ort, an dem der Frühling sichtbar wird, bevor er wirklich beginnt.

9. Geest, Heide und stille Wälder
Zwischen Harsefeld, Zeven und Wildeshausen führt der Weg durch Geestlandschaften, Birkenwälder und Heideflächen. Die Farben sind noch gedämpft, aber das Licht wird wärmer. Der Boden riecht nach Moos und Harz – ein Duft, der zum Weitergehen einlädt.

10. Sanfte Hügel und das Ankommen
Die letzten Kilometer nach Osnabrück führen durch kleine Hügel, klare Bäche und alte Hohlwege. Die Buchen tragen bereits ein erstes zartes Grün. Es ist ein Ankommen im Licht – und ein Ankommen bei sich selbst.

Warum dieser Weg im März besonders ist
• Stille Wege: Noch keine Saison, viel Raum für Begegnung und Gespräch.
• Klares Licht: Ideal zum Gehen, Schauen und Fotografieren.
• Vogelzüge: Kraniche, Gänse, Lerchen – ein lebendiger Frühlingschor.
• Farben des Erwachens: Silber, Moosgrün, Knospenrosa, Backsteinrot.
• Ein Weg des Aufbruchs: Jeder Tag wird ein wenig heller, wärmer, weiter.

Einladung
Dieser Weg ist mehr als eine Route.
Er ist ein langsames Erwachen, ein Gehen ins Licht, ein gemeinsamer Aufbruch.
Wer sich im März aufmacht, erlebt den Frühling nicht als fertige Jahreszeit, sondern als Wunder im Werden.
Vier Plätze sind noch frei – vielleicht ist einer davon deiner.
Bei Interesse Meldet euch bei mir.
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